Bauen und Wohnen

Etwa ein Viertel des in Deutschland verbrauchten Kunststoffs geht in den Hoch- und Tiefbau, wird unter anderem als Fensterprofil, Kabelkanal, Dacheindeckung, Leitungsrohr, Dichtungsbahn, Bodenbelag oder Dämmstoff verarbeitet. Ob als mehrfach verglastes Kunststoff-Fenster, Isoliermaterial oder Außenwandpaneel: Kunststoff schützt vor Hitze und Schall, vor allem aber gegen Kälte. So senkt Kunststoff den Energiebedarf fürs Heizen, die Heizkosten und den Ausstoß von Kohlendioxid. Doch Möglichkeiten auf der Baustelle sind noch längst nicht ausgeschöpft.

Mit Kunststoff am Bau Energie sparen
Fast 40 Prozent der erzeugten Primärenergie werden in Gebäuden verbraucht, rund 50 Prozent der Rohstoffe finden Verwendung bei der Errichtung und dem Umbau von Gebäuden, ein Viertel der CO2-Emissionen in Deutschland fallen im Gebäudebereich an. Noch beeindruckender sind die Einsparpotenziale: Nahezu drei Viertel der vor allem verheizten Energie könnte allein durch bauliche Maßnahmen gespart werden. Ein zentrales Stichwort dazu lautet Nachhaltiges Planen und Bauen. Das bedeutet u. a.

  • den Energie- und Ressourcenbedarf für die Gebäudeherstellung und –nutzung zu minimieren
  • Gebäude kostengünstig zu betreiben und zu unterhalten
  • die Technik, natürliche Systeme und regenerierbare Ressourcen intelligent zu nutzen
  • Menge und Konzentration von Luft- und Wasserverunreinigungen, Abwärme, Abfällen, Abwässern und versiegelten Flächen gering zu halten
  • das Gebäude am Ende seines Lebenszyklus möglichst umfassend wieder in den Stoffkreislauf zurückführen zu können.

Auch im Bereich der alternativen und regenerativen Energiegewinnung bietet Kunststoff neue Wege und Lösungen. Sei es in modernen Brennstoffzellen, mit Windkraftanlagen oder ultradünnen Photovoltaik-Kunststofffolien – Kunststoffe sind auch hier Wegbereiter des Fortschritts.

Kunststoff ist unter dem Gesichtspunkt der Energie- und Ressourceneffizienz und der Nachhaltigkeit ein echter Problemlöser.