Revolution in der Solarzellenproduktion

Energiewende? War da was? Kernenergie und fossile Brennstoffe decken noch immer nahezu 80 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Laut Aussage des Bundesverbands will die Solarbranche ihren Anteil am deutschen Stromverbrauch bis 2020 auf über zehn Prozent steigern – und damit der Windkraft ebenbürtig werden. Hoffnung nährt auch ein nordamerikanisches Forscherteam, dem es gelang, Elektroden aus dem Kunststoff Polyethylenimin herzustellen.

Damit ist es möglich, biegsame Solarzellen noch größer und vor allem preiswerter zu produzieren. Die Kunststoffbeschichtung kann auf verschiedene Materialien aufgetragen werden, wodurch aufwendige Metallbeschichtungen unter Vakuum entfallen. Den Forschern gelang es darüber hinaus, eine Solarzelle komplett aus dem Polymer zu fertigen. Bleiben diese Elektroden langfristig stabil, könnten schon bald Solarzellen von einigen Quadratmetern Größe kostengünstig hergestellt werden.

Die Originalpublikation aus dem Wissenschaftsmagazin Science (Aprilausgabe) ist kostenpflichtig über folgenden Link abrufbar:
http://www.sciencemag.org/content/336/6079/327