Mit der Meldung, Mineralwasser sei mit Umwelthormonen belastet, haben Frankfurter Wissenschaftler für ein großes Medieninteresse gesorgt. Bei zwölf von 20 Mineralwassermarken habe man eine hormonelle Wirkung nachgewiesen, hieß es. Auch eine Ursache glaubten die Macher der Studie gefunden zu haben: Zumindest ein Teil der Umwelthormone sollte aus der Kunststoff-Flasche stammen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat eine erste Bewertung der Studienergebnisse vorgelegt. Aus den Ergebnissen der Studie ergibt sich demnach für die Verbraucher keine Notwendigkeit, auf Mineralwasser aus PET-Flaschen zu verzichten. Dem BfR sind auch keine bei der PET-Herstellung eingesetzten Substanzen bekannt, die in das Mineralwasser übergehen und für die östrogenartige Aktivität in den Proben aus PET-Flaschen verantwortlich sein könnten. Aus den Daten lasse sich, so das BfR weiter, kein Unterschied in Bezug auf die Verpackung (Glas gegenüber PET) ableiten.
PlasticsEurope teilt die Einschätzung des BfR und weist darauf hin, dass Kunststoffverpackungen sicher sind. Sie unterliegen zahlreichen nationalen und europäischen Zulassungsverfahren und Kontrollen.
Siehe unten die BfR-Bewertung und Statement der PET-Produktgruppe (in englischer Sprache):